Ein Pass, viele Größen: Wie dpp.gs Textil-GTIN-Varianten handhabt
Ein einzelnes T-Shirt-Design in 5 Größen und 3 Farben sind 15 verschiedene GTINs — aber es ist ein Produkt. Faserzusammensetzung, Pflegehinweise, Herkunftsland, Rezyklatanteil und Mikrofaserdaten sind über alle 15 identisch. Der ESPR-Textilpass (delegierter Rechtsakt für 2027 erwartet) stellt jede Modemarke vor diesen Konflikt. dpp.gs löst ihn mit einem Modell-/Varianten-Modell.
Warum die naheliegenden Abkürzungen scheitern
Marken versuchen meist eines von zwei Dingen, und beide scheitern:
- Eine GTIN für das ganze Design. Nach GS1-Regeln unzulässig und an der Kasse unmöglich — der Barcode von Größe S und XL muss als unterschiedliche Artikel gescannt werden, damit Bestand und Verkauf funktionieren. Ein an eine einzige GTIN gebundener Pass kann die Größe in der Hand des Kunden schlicht nicht abbilden.
- Ein vollständiger, separater Pass je Variante. Technisch gültig, aber Sie pflegen nun 15 fast identische Datensätze. Ändern Sie einmal den Rezyklatwert und Sie müssen ihn 15-mal ändern — und die 15 driften zwangsläufig auseinander, genau das Datenintegritätsproblem, das ein Pass lösen soll.
Der Modell-/Varianten-Ansatz
dpp.gs trennt das Modell (das Design — wo die geteilten Nachhaltigkeitsdaten liegen) von seinen Varianten (die verkaufsfähigen SKUs, jede mit eigener GTIN plus Größe, Farbe und optionalem SKU-Code). Sie füllen den Pass einmal am Modell aus und registrieren dann die Varianten-GTINs darunter.
| Modell | Variante | |
|---|---|---|
| Beispiel | EcoWear Organic T-Shirt | Größe M · Navy |
| GTIN | 0852…0032 (das Design) | 0852…0117 (genau diese SKU) |
| Trägt | Faserzusammensetzung, Pflege, Herkunft, Rezyklat-%, Mikrofaser, Dokumente | Nur Größe, Farbe, SKU — und einen Verweis auf das Modell |
| Sie bearbeiten | Einmal | Nie (erbt alles) |
Was beim Scannen einer Variante passiert
Hier zahlt es sich aus. Ein Käufer scannt den QR am Anhänger Größe M, Navy — eine Varianten-GTIN. dpp.gs:
- erkennt die GTIN als registrierte Variante,
- löst sie zu ihrem Modellpass auf und zeigt die vollständigen Nachhaltigkeitsdaten,
- zeigt ein klares Banner — „Variante: M · Navy" — in einer der 28 Viewer-Sprachen, mit Link zum Produktmodell,
- und behält die GTIN der gescannten Variante am Pass, sodass der Datensatz genau den Artikel in der Hand des Kunden abbildet.
Ein Pass zu pflegen; jede SKU löst korrekt auf.
Auch maschinenlesbar (JSON-LD)
Die Gruppierung ist nicht nur optisch — sie steckt in den JSON-LD-Daten des Passes, damit andere Systeme sie verstehen. Der Datensatz einer Variante trägt isVariantOf zum Modell plus size und color; das Modell trägt eine hasVariant-Liste aller abgedeckten SKUs. Das System eines Recyclers oder Händlers kann so von jedem einzelnen Barcode zur ganzen Produktfamilie und zurück gelangen, ohne zu raten.
So richten Sie es ein
Öffnen Sie im Dashboard das Produkt, das Ihr Design repräsentiert, und nutzen Sie den Abschnitt Product variants: Fügen Sie die GTIN jeder Variante mit Größe, Farbe und optionaler SKU hinzu. Das ist der ganze Workflow. Die Varianten-GTINs lösen sofort zum Modellpass auf, erzeugen eigene QR-/GS1-DataMatrix-Codes und erscheinen in den maschinenlesbaren Daten. Dasselbe gilt per API: POST /api/v1/products/{GTIN}/variants.
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