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2026-06-17 · 6 Min. Lesezeit · Alle Artikel

Ein Pass, viele Größen: Wie dpp.gs Textil-GTIN-Varianten handhabt

Ein einzelnes T-Shirt-Design in 5 Größen und 3 Farben sind 15 verschiedene GTINs — aber es ist ein Produkt. Faserzusammensetzung, Pflegehinweise, Herkunftsland, Rezyklatanteil und Mikrofaserdaten sind über alle 15 identisch. Der ESPR-Textilpass (delegierter Rechtsakt für 2027 erwartet) stellt jede Modemarke vor diesen Konflikt. dpp.gs löst ihn mit einem Modell-/Varianten-Modell.

Die GS1-Regel in einem Satz: Unterscheiden sich zwei Artikel in einem Merkmal, zwischen dem ein Verbraucher wählt — Größe, Farbe, Geschmack — müssen sie verschiedene GTINs tragen. Varianten sind also nicht optional; der Identifikator-Standard verlangt sie. Die Frage ist nicht „kann ich eine GTIN für alle Größen nutzen" (nein), sondern „muss ich den ganzen Pass 15-mal duplizieren" (nein).

Warum die naheliegenden Abkürzungen scheitern

Marken versuchen meist eines von zwei Dingen, und beide scheitern:

Der Modell-/Varianten-Ansatz

dpp.gs trennt das Modell (das Design — wo die geteilten Nachhaltigkeitsdaten liegen) von seinen Varianten (die verkaufsfähigen SKUs, jede mit eigener GTIN plus Größe, Farbe und optionalem SKU-Code). Sie füllen den Pass einmal am Modell aus und registrieren dann die Varianten-GTINs darunter.

ModellVariante
BeispielEcoWear Organic T-ShirtGröße M · Navy
GTIN0852…0032 (das Design)0852…0117 (genau diese SKU)
TrägtFaserzusammensetzung, Pflege, Herkunft, Rezyklat-%, Mikrofaser, DokumenteNur Größe, Farbe, SKU — und einen Verweis auf das Modell
Sie bearbeitenEinmalNie (erbt alles)

Was beim Scannen einer Variante passiert

Hier zahlt es sich aus. Ein Käufer scannt den QR am Anhänger Größe M, Navy — eine Varianten-GTIN. dpp.gs:

  1. erkennt die GTIN als registrierte Variante,
  2. löst sie zu ihrem Modellpass auf und zeigt die vollständigen Nachhaltigkeitsdaten,
  3. zeigt ein klares Banner — „Variante: M · Navy" — in einer der 28 Viewer-Sprachen, mit Link zum Produktmodell,
  4. und behält die GTIN der gescannten Variante am Pass, sodass der Datensatz genau den Artikel in der Hand des Kunden abbildet.

Ein Pass zu pflegen; jede SKU löst korrekt auf.

Auch maschinenlesbar (JSON-LD)

Die Gruppierung ist nicht nur optisch — sie steckt in den JSON-LD-Daten des Passes, damit andere Systeme sie verstehen. Der Datensatz einer Variante trägt isVariantOf zum Modell plus size und color; das Modell trägt eine hasVariant-Liste aller abgedeckten SKUs. Das System eines Recyclers oder Händlers kann so von jedem einzelnen Barcode zur ganzen Produktfamilie und zurück gelangen, ohne zu raten.

Warum gerade Textilien: Bekleidung ist von Natur aus die variantenreiche Kategorie — Größenraster, Farbvarianten, Saisondrops — und in der ESPR-Reihenfolge direkt nach Batterien. Richtiges Variantenhandling heißt, dass eine Modemarke eine 200-SKU-Kollektion als ein paar Dutzend Modellpässe statt 200 handgepflegter Datensätze veröffentlichen kann.

So richten Sie es ein

Öffnen Sie im Dashboard das Produkt, das Ihr Design repräsentiert, und nutzen Sie den Abschnitt Product variants: Fügen Sie die GTIN jeder Variante mit Größe, Farbe und optionaler SKU hinzu. Das ist der ganze Workflow. Die Varianten-GTINs lösen sofort zum Modellpass auf, erzeugen eigene QR-/GS1-DataMatrix-Codes und erscheinen in den maschinenlesbaren Daten. Dasselbe gilt per API: POST /api/v1/products/{GTIN}/variants.

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